Sonntag, 27. Oktober 2013

Wart ihr schon mal in Schweden?

Schweden, das Land der Elche, roten Häuschen und der legendären Astrid Lindgren Bücher. Ich habe es diesen Sommer besucht und bin von der Landschaft, den Menschen und der Mentalität dort einfach nur begeistert. In diesem Post möchte ich euch auf meine Reise mitnehmen, die ich im August nach Stockholm unternommen habe. Ich hoffe mir gelingt es, euch auch für dieses wunderschöne Land zu begeistern. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!



„Stockholm, die Stadt der tausend Inseln“, so belas ich mich vor der Reise zu meinem baldigen Urlaubsziel. „Im hohen Norden, wo die Wildnis bis in die City reicht und sich gelegentlich ein Elch in die Straßen verirrt, überrascht eine weltoffene Kulturmetropole mit mediterranem Touch. Prächtige Häuser in leuchtenden Terrakottatönen, Cafétische mit bunten Wolldecken, an denen die Stockholmer bei duftenden Zimtwecken die wärmenden Sonnenstrahlen genießen, enge Kopfsteinpflastergassen in der Altstadt, wo in den langen Sommernächten ausgelassen gefeiert wird. Nordische Frische versprühen die reine Luft, das kristallklare Wasser und das satte Grün der wildromantischen Parkanlagen.“ So beschreibt Die Welt die Metropole des Nordens, Stockholm.

 

Reisetagebuch Stockholm


Tag 1

Das hörte sich ja sehr vielversprechend an. Nun konnte ich es kaum noch erwarten, mich von dem Bild der Stadt selbst zu überzeugen. An einem Nachmittag im August war es dann endlich soweit. Wir stiegen in ein Flugzeug am Flughafen Berlin-Schönefeld und befanden uns auf dem Weg nach Stockholm. Schon über den Wolken konnten wir kurz vor Stockholm die wunderschöne Schärenlandschaft betrachten. 


Schären vor Stockholm
 
Nach gut 1 ½ Stunden Flug kamen wir am Flughafen Stockholm Skavsta an, ein Flughafen, der sich mitten in der Pampa etwa 100 km südwestlich von Stockholm bei Nyköping befindet. Ein Flughafentransferbus brachte uns dann aber in etwa 80 min. in die Innenstadt Stockholms, von wo aus wir dann unser Hotel erreichen konnten. Wir wohnten im Hotel Scandic Foresta, ein auf einem Berg gelegenes Hotel, was früher mal ein Burghotel war, wie man auf dem Bild auch unschwer erkennen kann. Aus unserem Zimmer hatten wir eine unbeschreibliche Aussicht auf das Meer und konnten den Kreuzfahrtschiffen beim Ein- und Ausparken zusehen. Ich kann euch dieses Hotel nur wärmstens ans Herz legen. Man ist nach etwa 15 min. in der Stockholmer Innenstadt, wohnt direkt am Meer, die Zimmer haben alle eine wunderschöne Aussicht und das Essen schmeckt wirklich gut.

Hotel Scandic Foresta

Ausblick vom Zimmer


Kreuzfahrtschiffe beim Ein- und Ausparken
 
Am Abend unseres ersten Tages begaben wir uns auf Erkundungstour in der unmittelbaren Umgebung des Hotels. Und da trafen wir auf einige niedliche Enten und Schwäne. Zudem erlebten wir unseren ersten Sonnenuntergang in Schweden, der uns ein paar sehr schöne Motive zauberte. 

Enten und Schwäne



Der wunderschöne Sonnenuntergang

Ein ungewöhnlicher Straßenzug
Tag 2



Nach einer gut durchschlafenden Nacht und einem ausgiebigen Frühstück konnte unsere Reise nun richtig starten. An diesem Tag stand Sightseeing auf dem Programm. Wir liefen eine aus dem Internet stammende Route durch die Stockholmer Altstadt Gamla stan ab, die uns an den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Stockholms vorbeiführen sollte. Am Abend sollte es dann auch noch auf ein Konzert einer schwedischen SID Metalband gehen. 

Zuerst fuhren wir zum Startpunkt des Stadtrundgangs nach Sergels Torg. Ein großer Platz inmitten von Stockholm, auf dem ein großer „Obelisk“ platziert ist.


 
Dann ging es weiter auf die Drottninggatan, die Königinnenstraße südlich von Sergels Torg, die als die Stockholmer Shoppingmeile bekannt ist. Hier kann man bestens bei H&M (kommt ja aus Schweden) oder den schwedischen Ketten Weekday (http://shop.weekday.com) und Indiska (http://indiska.com/eu) sein Geld ausgeben. Dazu muss ich sagen, dass es in Schweden schon ein wenig teurer ist als in Deutschland. Nur die Preise bei H&M sind in etwa gleich hoch angesetzt. Also nichts für Schnäppchenjäger leider. 

 
Dann liefen wir die Straße ab und sahen nach dem Überqueren einer Brücke auch schon den Schwedischen Reichstag, der sich ganz in der Nähe des Königlichen Schlosses befindet. Bei diesem kann man jeden Tag die königliche Wachablösung um 12:15 Uhr bestaunen. 


 
Läuft man zum höchsten Punkt in Gamla stan, so erblickt man die Storkyrkan (den Stockholmer Dom).

 
In unmittelbarer Nähe des Domes befindet sich der Stortorget (Großmarkt), auf dem zum einen die berühmten bunten Häuser von Stockholm stehen und zum anderen das Nobelpreismuseum, in welchem jedes Jahr der Nobelpreis verliehen wird. 


 
 
Dann liefen wir die Straßen/Plätze Köpmangatan- Köpmantorget und Österlånggatan ab, in denen es viele niedliche Gassen und Galerien zu sehen gab. 



 
Wir kamen auch an Schwedens ältester Konditorei Sundbergs Konditori vorbei, in der es megaleckeren Kuchen gab. Auch sonst sind die schwedischen Süßigkeiten nur zu empfehlen. Schwedisches Eis, schwedische Schokolade (Mein Tipp: Marabou), schwedische Trüffel, schwedische Zimtschmecken...Ich könnte mich in alles reinlegen!


 
Nur einen Katzensprung von der Konditorei entfernt befindet sich die schmalste Gasse der Altstadt mit 36 Treppenstufen, die nur 90cm breit ist. Die Mårten Trotzigs gränd

 
Nach unserem Altstadtrundgang machten wir uns auf den Weg nach Södermalm, wo am Abend auch das Konzert stattfinden sollte. Um dorthin zu gelangen, liefen wir direkt am Hafen entlang und bestaunten Stockholms Sehenswürdigkeiten von oben. 





 
Nach einer Stärkung im Vapiano und einer kleinen Shoppingtour auf der Götgatan (bei Monki: http://www.monki.com) ging es dann ins Debaser Medis am Medborgarplatsen in Södermalm zum Konzert von Machinae Supremacy. Ein wirklich gelungener Abend mit einer Klasse Band, die leider in Deutschland noch viel zu unbekannt ist. Danach fielen wir nach einem tollen ersten Tag in Stockholm müde ins Bett und freuten uns schon auf den nächsten Tag.

 
Tag 3

Unser dritter Tag stand ganz im Zeichen der Schäreninsel Fjäderholmarna, zu der wir einen Ausflug unternahmen, um die schwedische Landschaft ein wenig näher kennenzulernen. Mit der Fähre fährt man ca. 25 min. bis man auf der Insel eintrifft. Die Insel hat nur etwa 10 permanente Einwohner, deren Briefkästen sich direkt am Eingang der Insel befinden. Fjäderholmarna hat neben den vielen typischen rot-weißen Schwedenhäuschen auch ein Bootsmuseum und verschiedene Handwerksstätten zu bieten, bei denen man beim Schmieden und Glasbläsern zusehen kann. Des Weiteren lädt die Insel mit vielen wunderschönen Plätzen zum Verweilen und Entspannen ein. Besonders gut gefallen hat mir, dass nur wenige Touristen die Insel besuchten, da auch viele Einheimische vor Ort waren, um dem Stadtstress zu entfliehen. Vor allem schwedische Familien scheinen hier öfters herzukommen. Ganz typisch finde ich in Schweden auch die Kinder, die irgendwie alle wie Michels und Lottas ausschauen. Naturblonde Haare und Sommersprossen, so muss man sich ein schwedisches Kind vorstellen. 
 
Hier meine Eindrücke von der Insel:














Tag 4

Am heutigen Tag wollten wir uns die Stadtteile Östermalm und Norrmalm näher anschauen. Zudem sollte es am Abend dieses Tages in die Stockholmer Icebar im Nordic Sea Hotel gehen. Wir starteten unseren Tag in der Saluhall am Östermalmstorg. Eine große Markthalle, in der zahlreiche schwedische Spezialitäten angeboten werden. Danach ging es zum Kungsträdgården und zum Shoppen wieder zurück auf die Drottniggattan




Sehr außergewöhnlich sind auch die Stockholmer U-Bahn Stationen (hier tunelbana) In fast jeder Station findet man bunt bemalte Wände, die kreativ gestaltet sind. 




Da uns das Wetter leider einen Strich durch die Rechnung machte, verbrachten wir den Tag größtenteils in Geschäften oder Cafés. Am Abend ging es dann aber in die Icebar, die ich nur jedem wärmstens ans Herz legen kann. Man bekommt am Eingang einen dicken Mantel mit integrierten Handschuhen und einer Kapuze, den man sich überziehen kann, denn in der Icebar sind es -5° Celsius. Eine wirklich kalte Angelegenheit im Sommer. Kaum betritt man den Eisraum erblickt man auch schon eine Bar aus Eis, deren Sitzgelegenheiten, Tische und Gläser ebenfalls aus Eis bestehen. Man hat etwa 40 min. Zeit einen Drink zu sich zu nehmen, der eigenhändig vom Eisbarkeeper gemixt wird. Getrunken wird dann natürlich auch nicht aus normalen Gläsern, sondern aus Eisgläsern. Passt auf, denn die Eisgläser bleiben gerne an den Lippen kleben bzw. ich hatte das Problem , dass ich meins beim Trinken halb aufgelutscht habe. Der Besuch der Bar ist ein einmaliges Erlebnis, welches ich nicht nur einem Barfan empfehlen würde. 




 

Tag 5

Heute war nun leider schon unser letzter Tag angebrochen. Am Abend sollte es schon wieder zurück nach Deutschland gehen. An diesem Tag wollten wir uns zum einen das Hafenviertel genauer anschauen als auch die Insel Djurgården. Im Hafenbereich erblickten wir zunächst die Königliche Oper, ein hübsches vergoldetes Gebäude. 



Von hier aus liefen wir die gesamte Hafenpromenade ab und schauten uns die verschiedenen Yachten, Fähren, Kreuzfahrtsschiffe und andere Boote an. Auf einer Brücke kamen wir an der Königlichen Krone vorbei, ein Wahrzeichen Stockholms, welches auf jeder Postkarte zu finden ist. 


Auf der Insel Djurgården angekommen, machten wir uns auf den Weg zum Vasamuseum, zum Junibacken-Museum (das Astrid Lindgren Museum), zum Freilichtmuseum Skansen und zum Freizeitpark Gröna Lund. Jedoch konnten wir aus Zeitmangel keine der Attraktionen besuchen, sondern nur von außen bestaunen. 









Nach einem entspannten Spaziergang mussten wir uns leider auch schon langsam zu den T-Centralen (den Hauptbahnhof und der zentrale Umsteigepunkt) begeben, um unseren Bus zum Flughafen zu bekommen. Diesmal startete unser Flieger vom Flughafen Stockholm Arlanda. 

Nun sollte dieser schöne Urlaub auch leider schon vorbei sein. 

Es war ein wirklich ausgezeichneter Urlaub in einem sehr empfehlenswerten Land. 
 
Schweden...ich werde wieder kommen!





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