Sonntag, 5. Oktober 2014

Lesechallenge 2014: "Die Bücherdiebin" - die Macht der Worte


Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, dass mir sehr nah gegangen ist. "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak. Kennt ihr das Buch oder den Film?

Punkt 20: Lies ein Buch, das bereits auch verfilmt wurde. = Häkchen

Inhalt

Im Alter von neun Jahren hat Liesel schon vieles verloren. Ihren Vater, einen Kommunisten. Ihre Mutter, die ständig krank war. Ihren Bruder Werner – auf der Fahrt nach Molching zu den Pflegeeltern. Als der Bruder stirbt gerät sie zum ersten Mal ins Blickfeld des Todes. Und sie stiehlt ihr erstes Buch – ein kleiner, aber folgenreicher Ausgleich für die erlittenen Verluste. Dann stiehlt sie weitere Bücher. Äpfel und Kartoffeln. Das Herz von Rudi. Das von Hans und Rosa Hubermann. Das von Max.
Und das des Todes.
Denn selbst der Tod hat ein Herz.

Buchzitate

"Bitte glaubt mir: Ich kann wirklich fröhlich sein. Ich kann angenehm sein. Amüsant. Achtsam. Andächtig. Und das sind nur Eigenschaften mit dem Buchstaben 'A'. Nur bitte verlangt nicht von mir, nett zu sein. Nett zu sein ist mir völlig fremd."

"Ein Mensch ist eben doch nur so viel wert, wie sein Wort."

"Und die Bücherdiebin liest und liest wieder und wieder ihren letzten Satz. Viele Stunden lang. Die Bücherdiebin letzter Satz: Ich habe die Worte gehasst, und ich habe sie geliebt, und ich hoffe, ich habe sie richtig gemacht."

Mein Fazit

Die Geschichte beginnt kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Die neunjährige Liesel wird zusammen mit ihrem Bruder von ihrer Mutter zu ihren neuen Pflegeeltern bei München gebracht. Auf der Zugfahrt kommt jedoch Liesels Bruder ums Leben. Auf seiner Beerdigung stielt Liesel ein herrenloses Buch namens “Handbuch für Totengräber”, obwohl sie gar nicht lesen kann. Bei den Pflegeeltern angekommen ist Liesel voller Trauer und muss gegen ihren Willen bei ihren neuen Eltern Rosa und Hans Hubermann bleiben. Doch schnell merkt Liesel, dass vor allem ihr neuer Vater Hans sich rührend um sie kümmert – sei es wegen ihren nächtlichen Albträumen oder wegen ihres Bruders. Und auch er ist es, der Liesel endlich das Lesen beibringt. Auf einmal taucht Max auf, ein Jude, der sich auf der Flucht vor den Nazis befindet und bei Familie Hubermann im Keller untertaucht. Liesel findet in Max einen neuen Freund und verbringt viel Zeit mit ihm. Doch auch sie und ihre neue Familie holt der Krieg ein, Hans wird in den Krieg einberufen und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch Max entdeckt wird. Liesel klammert sich an ihre einzige Hoffnung, die Bücher, für die sie es auch in Kauf nimmt, zu einer Diebin zu werden...

"Die Bücherdiebin" ist ein bewegendes Buch über ein junges Mädchen, das ich von Anfang an bewundert habe. Wie stark sie ist als sie ihren kleinen Bruder verliert, wie erwachsen sie sich gibt als sie bei einer fremden Familie leben muss und wie hoffnungsvoll sie ist, wenn sie ein Buch in der Hand hält. Das Buch hat mich tief berührt. Es beleuchtet eine Zeit, über die heute noch nicht gerne gesprochen wird, aber dennoch viele Bücher existieren – die Zeit des dritten Reichs, in der auch Liesel aufwachsen musste. Besonders gefallen hat mir die "Macht der Worte" an die sich Liesel gefesselt hat und die ihr den Mut gegeben haben, durch diese schwere Zeit zu kommen. Eine Besonderheit an dem Buch ist, dass der Tod, der sich auch durch die NS-Zeit zieht, die Geschichte selber erzählt. Liesel ist nur die Hauptfigur. Ich glaube, dass mir gerade deswegen das Buch besonders nahging und ich gebe zu, ich habe Rotz und Wasser geheult. Mich hat Liesels Geschichte nicht mehr losgelassen...

Bibliografische Angaben

Titel: Die Bücherdiebin
Englischer Titel: The book thief
Autor: Markus Zusak
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 7. September 2009
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 588 Seiten
Preis: 9,95 Euro
ISBN: 9783442373956

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